11 | Das optimale EPP-Formteil gesucht - Gefunden!

Bunt - Praktisch - Lustig: Das EPP-Forum prämiert die besten Ideen aus dem Partikelschaum EPP
Ludwigshafen, 12. Juni 2008. Das EPP-Forum e.V. verleiht heute Abend in der Designfabrik der BASF SE in Ludwigshafen den ersten Internationalen Design-Award für aus EPP gefertigte Design-Objekte.

Im Beisein der Vorstände und Mitglieder des EPP-Forums sowie der Jury und zahlreicher Ehrengäste überreicht der Verein mit Sitz in Bayreuth den fünf Gewinnern die Siegerurkunden und ein Preisgeld in Gesamthöhe von 7000 Euro. Gastgeber ist die BASF Designfabrik in Ludwigshafen. Hier entstehen in Zusammenarbeit von Designern und Ingenieuren unter anderem neue Produktideen aus Kunst- oder Schaumstoffen.

2007 schrieb das EPP-Forum, das sich für eine stärkere Verbreitung des Partikelschaumstoffs EPP einsetzt, den ersten Internationalen Design Award aus. Gesucht wurde das ?optimale EPP-Formteil (m/w)". EPP - die Abkürzung steht für expandiertes Polypropylen - ähnelt dem bekannten Styropor, ist ihm jedoch in seinen mechanischen Eigenschaften deutlich überlegen. So lassen sich aus dem Schaumstoff auch robuste Gegenstände wie zum Beispiel Kinderstühle anfertigen.

Das vom EPP-Forum gesuchte Formteil sollte zu 100% aus EPP bestehen und durfte nicht schwerer als 100 g sein; die Summe aller Kanten sollte höchstens 90 cm betragen. Die Zahl der Einsendungen war für die erste Ausschreibung dieses Awards beachtlich. Rund 30 junge Künstler folgten dem Aufruf des Vereins und verliehen dem Partikelschaumstoff eine neue Gestalt. Das Konzept des EPP-Forums ging somit auf: Dass der vielseitig einsetzbare Schaumstoff auch in der Designbranche eine Zukunft hat, demonstrierten die Wettbewerbsteilnehmer mit ihren phantasievollen Werken.

Die Gewinner des ersten EPP Design Awards
Im Februar 2008 wählte eine vierköpfige Jury im Bayreuther Rathaus die kreativsten EPP- Ideen aus. Industriedesignerin Sandra Hermanns, die Partikelschaum-Experten Georg Schloms und Tim Schwegler kürten zusammen mit Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl Britta Stockinger als Siegerin des Wettbewerbs. Die junge Produkt-Designerin schuf farbenfrohe EPP-Eierbecher, die das Frühstücksei lange warm halten. Schließlich ist eine der zahlreichen positiven Eigenschaften des Schaumstoffs eine hervorragende Wärmeisolierung. Die Kreativität der Produkt-Designerin belohnt das EPP-Forum mit einem 4000 Euro hohen Preisgeld und lässt die Idee als Give-away produzieren.

Eines weiteren Merkmals von EPP bedienten sich Maria Predel und Dirk Pessler: In Teamarbeit kreierten sie aus EPP eine Handy-Schutzhülle. Der sog. Handy-Protector bietet reichlich Schutz ohne das Gewicht des Mobiltelefons zusätzlich zu vergrößern. Robust und zugleich leicht - auch das ist EPP!

Walter Kurtz darf sich über den dritten Preis freuen. Seine Kreation betont den optischen Charakter des Schaumstoffs in Kombination mit einem trickreichen Werkzeugkonzept: Die EPP-Pyramide schmückt nicht nur jeden Schreibtisch, sie regt auch zum Grübeln an: Zum einen beherbergt die Pyramide im Inneren ein Puzzle, zum anderen sieht man nicht, wie das Rohmaterial ins Pyramidenwerkzeug gefüllt wurde.

Dass der umweltverträgliche und schadstofffreie Schaumstoff auch in die Kinderzimmer Einzug halten kann, bewies Moritz Zahn. Seinen knallroten witzigen ?Bayba" - eine kleine Bärenfigur im Manga-Stil - prämierte die Jury mit einem zusätzlichen Sonderpreis, bei dem der ?Spaßfaktor" im Mittelpunkt steht.

EPP-Forum e.V: Marketing- und Informationsplattform rund ums EPP
Am 6. Juni 2006 gründeten renommierte Industrieunternehmen der Rohstoffherstellung, des Maschinenbaus und der Verarbeitung gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Neue Materialien Bayreuth das EPP-Forum. Der in Bayreuth ansässige Verein mit Dipl-Ing. Christian Traßl als Geschäftsführer verfolgt unterschiedliche Ziele rund ums EPP: Das EPP-Forum möchte den Bekanntheitsgrad des Materials steigern, um so neue Einsatzfelder für den Partikelschaum, zum Beispiel in der Möbel- oder Designindustrie, zu erschließen. Es unterstützt den Informationsaustausch zwischen Forschung und Wirtschaft. Besonders Kleinunternehmen und Mittelständler mit begrenzten Forschungsressourcen profitieren von diesem Wissenstransfer. Der Verein engagiert sich auch bei der Verbesserung der Herstellungsverfahren und bei der Weiterentwicklung von EPP.

Bisher findet der Schaumstoff, der durch seine einzigartigen und vielseitigen Eigenschaften besticht, seine Hauptanwendung als Isolierungs- oder Verpackungsmaterial. Zum Beispiel halten EPP-Transportboxen das Essen warm und Stoßstangen mit EPP-Crashelementen verringen den Aufprall bei Zusammenstößen.