33 | Der (Schaum-)Stoff, aus dem die Träume sind

Internationale Designer bringen den Kunststoff EPP in neuartige Formen
in überaus leichter und doch sehr stabiler Sporthelm, ein vielseitiges Möbelstück, das erste Vogelhaus aus EPP und eine Schutzhülle für die Weihnachtskugel - das sind die Sieger des Internationalen EPP Design Awards 2009/10. Über 60 Einsendungen zeigten, was expandiertes Polypropylen (EPP) alles sein kann. Die vier besten Ideen hat das EPP-Forum am 20. April in Bayreuth prämiert.

Der erste Preis in Höhe von 4000 Euro ging an das Duo Ämilios Grohmann und André Kieker von der plx Grohmann Kieker GbR (Hamburg). Die Designer entwickelten einen Schutzhelm aus EPP - den FLEX-Helm - und vereinten auf die Weise zwei Haupteigenschaften des Schaumstoffs: Schutz und Leichtigkeit.

Peter Knopp, Jury-Mitglied und Regionalleiter des Verbands Deutscher Industrie Designer (VDID), war begeistert: "Formal greift die plx Grohmann Kieker GbR aktuelle, sportliche Trends gemischt mit technischer Anmutung auf, die diesen Helm zu einem "Must Have"-Produkt einer jugendlichen Zielgruppe machen."

Eine kleine EPP-Revolution, die ins Tierreich einzieht, ist das Vogelhaus "piEPP!". Das farbenfrohe Eigenheim für die gefiederten Freunde schufen die Kreativen Julie Weideli (Schweiz) und Leif Heidenreich (Deutschland).

Jury-Mitglied Johann Scheiber, Designer aus Österreich, war hingerissen von der "grandios schlichten Konstruktion" und ergänzte mit einem Augenzwinkern: "In der Größe ideal für eine wohnbewusst-nestbrütende piEEP-Familie." Diesen Entwurf würdigte die Jury mit dem dritten Platz und einen Preisgeld in Höhe von 1000 Euro.

Alle Jahre wieder die gleiche Geschichte: Unzählige Weihnachtskugel gehen zu Bruch. Die Lösung: die "Schutzsphäre" von Markus Bischof. Der Nürnberger Designer schuf eine schützende Kugelform aus EPP, die im Innern die empfindliche Glaskugel beinhaltet.

Die Schutzsphäre punktet auch durch ihre Optik: Sie begeistert mit einem Spiel aus Licht und Schatten, Glanz und Struktur. Das skurrile Objekt überzeugte die Jury. Markus Bischof darf sich über den Sonderpreis des EPP-Forums freuen.

Jury-Mitglieder Hans Wörthwein, Vorsitzender des EPP-Forums , und Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl lobten die zahlreichen sehr kreativen und zum Teil skurrilen Einsendungen. Michael Hohl: "Bei so vielen hervorragenden Entwürfen war es schwer, eine Entscheidung zu treffen." Auch für das EPP-Forum war der Internationale EPP Design Award 2009/10 ein Erfolg: "Dank der zahlreichen außergewöhnlichen Ideen aus EPP", so Wörthwein, ?konnte die EPP-Branche über ihren Tellerrand blicken und neue Chancen sowie Potentiale erkennen."

2009 schrieb das EPP-Forum den zweiten Internationalen EPP Design Award aus. Die Reaktion war beachtlich. Über 60 höchst originelle Einsendungen haben das EPP-Forum erreicht. Doppelt so viele wie beim ersten Design Award 2008. Und: Sind die Entwürfe das letzte Mal überwiegend aus Deutschland gekommen, erblickte die Jury diesmal kreative Ideen aus ganz Europa. Von den 61 Einsendungen hat die Jury am 12. März die zehn besten Entwürfe ausgewählt - unter ihnen auch die vier Gewinner.

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