Bayreuth, 9. August 2010. Dass EPP der Stoff ist, aus dem (Designer-)Träume sind, bestätigt sich auch durch die Arbeit des Weltkonzerns BASF AG. Das expandierte Polypropylen beflügelt die Phantasie von Wissenschaftlern ? es werden Produkte entwickelt, die in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden ? to be continued, natürlich.

Schöner wohnen
Im Bereich der Heizungstechnik setzt BASF Neopolen P ein, eine neue Variante von EPP, ein. Mit dem Schaumstoff können hochbelastbare, elastische Formteile produziert werden, die die bislang üblichen Metall- oder Spritzgussgehäuse ersetzen. Das spart nicht nur Material und Bauteile, sondern ist auch energieeffizienter, da das Neopolen wärmedämmend wirkt. Und das Schöne daran: Die Oberflächen der Wärmetauscher oder Solarspeicher bekommen auf Wunsch eine ästhetische Designoberfläche, z.B. in Lederoptik.

Ausgezeichnet sitzen
Bei den Awards der Internationalen Gesellschaft für Kunststofftechnik (Society of Plastic Engineers, SPE) sicherte sich die BASF im Bereich Automobilinnenraum mit einem Autositz den dritten Platz. Die geteilte Rücksitzbank aus Neopolen P 9235, einem EPP von BASF, wird von der Firma Bergler für den VW Touareg hergestellt. Der Sitz ist leicht, fest und Energie absorbierend. Durch den weitgehenden Verzicht auf Metall wiegt er 12 kg weniger als herkömmliche Rücksitze. Die Herstellung wurde ebenfalls revolutioniert: Alle Teile der Bank samt Drähten und Funktionselementen werden in einem Monoblockwerkzeug auf einer sogenannten Doppel-Shuttle-Anlage gefertigt.

Kunstvoll spielen
Neopolen P ist auch der Stoff, aus dem die Träume der Bayreuther Fußballspieler sind ? oder besser gesagt, der Stoff, auf dem sie laufen. Als erste Spielstätte in Deutschland wurde das Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth mit Kunstrasen aus EPP ausgestattet. Unter den grünen Rasenfasern befinden sich Neopolen-Platten ? leicht, langlebig und witterungsbeständig. Der Kunstrasen ist viermal dichter als herkömmliche Produkte durch bis zu sieben Mal mehr Fasern. Dadurch verringert sich auch das Verletzungsrisiko der Sportler bei Stürzen. Verlegt wird der Rasen einfach in Platten oder Bahnen, kann abgesaugt und ausgebürstet werden und entlastet damit die Vereinskassen ? die Kosten für die Pflege eines Naturrasens sind im Vergleich sehr hoch. Hergestellt wird der EPP-Rasen von der Schweizer Firma XL Turf.

Die BASF AG gehört weltweit zu den Marktführern u.a. im Bereich Kunststoffe. Im Bereich Schaumstoff-Spezialitäten entwickelt BASF auf der Grundlage von EPP vielseitig einsetzbare Schaumstoffe, z.B. für die Automobilindustrie oder den Sportbereich.