Aufregende drei Tage: Vom 19. bis 21. Oktober war das EPP-Forum auf der Materialica 2010 in München vertreten, der Internationalen Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen und Product Engineering. Hans Wörthwein, Vorstandsvorsitzender des EPP-Forums, zieht im folgenden Gespräch Bilanz zur diesjährigen Materialica.

Herr Wörthwein, wie geht es Ihnen nach der Materialica 2010?
Sehr gut. Auch wenn die Materialica flächenmäßig etwas geringer ausgefallen ist und dafür die eCarTec zugelegt hat, bin ich ganz zufrieden.

Mit welchem Konzept war das EPP-Forum auf der Materialica vertreten?
Da die letzten Teilnahmen bei der Materialica immer schon sehr positiv für das EPP Forum waren, hatten wir keine Notwendigkeit, das bestehende Konzept zu ändern. Unser Ziel ist es, Messen zu besuchen, die üblicherweise von keinem unserer Mitglieder bedient werden. So haben wir die Chance, EPP in sonst marktfremden Bereichen vorzustellen.

Was ist Ihr persönliches Resümee von der Messe? Was sind die Top-Themen 2010/2011 in der Branche?
Die Materialica spiegelt in diesem Jahr den Trend zum Elektroauto wider. Hier ist dann verstärkt der Leichtbau gefordert, wo wir mit EPP natürlich bestens positioniert sind. Bestätigt wurde dies auch durch die parallel stattfindende eCarTec, wo Leichtbau unter Verwendung neuer Werkstoffe natürlich auch ein zentrales Thema ist. Ein weiterer Trend geht dann auch weiter in Richtung Oberflächenoptimierung und Veredlung.

Alle Welt spricht von Finanzkrise. Waren ihre Auswirkungen spürbar im Vergleich zu den Vorjahren?
Wir haben keine Auswirkungen gespürt. Die Resonanz der Messe war durchaus vergleichbar mit den vergangenen Jahren.

Können Sie sagen, wie viele neue Kontakte zustande gekommen sind? Haben Sie potenzielle Neumitglieder fürs EPP-Forum kennen gelernt?
Unser Ziel ist es nicht, neue Mitglieder auf Messen zu finden. Unsere Aufgabe ist es, EPP einem möglichst großen und neuen Interessentenkreis vorzustellen, EPP Ideen anzustoßen, somit den potentiellen Markt zu erweitern und unseren Mitgliedern langfristig neue Kunden und Märkte zu eröffnen. Insgesamt haben wir auf der Materialica ca. 60 Fachgespräche geführt.

Man geht auf eine Messe mit gewissen Erwartungen und Wünschen. Wurden sie erfüllt?
Unsere Erwartungen werden immer dann erfüllt, wenn wir Messebesucher mit dem Werkstoff EPP in Kontakt bringen können, die seither noch nicht oder nur sehr wenig an Lösungen mit EPP gedacht haben. Das haben wir wieder erreicht und können deshalb ein positives Resümee ziehen.

Werden wir das EPP-Forum auch im nächsten Jahr auf der Materialica sehen?
Das wird wieder eine Entscheidung der Mitgliederversammlung sein. Die Materialica hat sich aber zu einem recht festen Punkt unserer Messeplanung entwickelt, so dass damit zu rechnen ist, dass wir auch im kommenden Jahr wieder vertreten sein werden.


Vielen Dank für das Gespräch, Herr Wörthwein!