Wir sind überwältigt von der Resonanz auf unseren zweiten Expertenworkshop: Über 50 Teilnehmer folgten unserer Einladung nach Cadolzburg, um sich beim Expertenworkshop zu Oberflächen von EPP-Formteilen zu informieren und auszutauschen.

Mittelfranken als Gastgeber für internationale Spezialisten
Im Februar versammelten sich die EPP-Spezialisten beim Mitgliedsunternehmen Jacob-Formschaumtechnik GmbH in Cadolzburg: Der Mittelständler hat sich in den vergangenen 17 Jahren eine starke Marktposition gepaart mit hochwertigem Material-Know-how im Bereich der EPP-Verpackungsproduktion erarbeitet. Peter Kapischke, Geschäftsführer von Jacob-Formschaumtechnik, zeigte sich bei der Begrüßung der Workshopteilnehmer sichtlich erfreut darüber, das geballte, internationale EPP-Wissen am Firmenstandort willkommen zu heißen.

Nach Grußworten von Christian Traßl, Geschäftsführer des EPP-Forum e.V., ging es ohne Umwege "in Medias Res". Dass Oberflächen aus expandiertem Polypropylen vielseitigen Gesprächs- und Diskussionsstoff liefern, ist kein Geheimnis. Um dem Workshop dennoch Struktur und Richtung zu verleihen, wurden im Vorfeld drei Schwerpunktthemen festgelegt: Neben den Sessions "Werkzeugtechnik" und "Vorbehandlung und Kaschieren" wurde der Blick auch auf die "Oberflächen aus der Sicht des Endanwenders" gelenkt.

Perspektivenwechsel erwünscht
Werkzeugtechnik: Ein EPP-Produkt ist freilich nur so gut und so hochwertig, wie die Form, in die es geschäumt wird - deshalb wurde zunächst der Fokus auf die Perspektive der Werkzeugtechnik gerichtet: Welche Herausforderungen stellen EPP-Oberflächen an den Werkzeugbau? Und welches Innovationspotenzial eröffnet sich durch die ausgeklügelte Vorarbeit der Werkzeugtechniker für die zukünftigen Oberflächen? An den Vortrag von Alexander Schraml (Geschäftsführer Schraml Metallverarbeitung GmbH, Waldershof) und Dirk Sopp (Betriebsleiter, T. Michel Formenbau GmbH & Co.KG, Lautert) schloss sich eine lebhafte Diskussion mit Blick auf die zukünftigen Möglichkeiten der Oberflächenveredelung und der Energieeinsparung bei Werkzeugen an.

Vorbehandlung und Kaschieren: Auch für EPP-Produkte sind dies immer bedeutsamer werdende Potenziale der Materialoptimierung. Die entsprechende Aufmerksamkeit kam diesen Arbeitsschritten in der gleichnamigen Session zu: Peter Schreier von der Neue Materialien Bayreuth GmbH lieferte im Zusammenspiel mit Patrick Naegels, der die KANEKA Belgium vertrat, Einblicke und Ausblicke zur Vorbehandlung und zum Kaschieren von expandiertem Polypropylen, bevor in der Schlussrunde das Augenmerk auf konkrete Anwendungsbeispiele gerichtet wurde.

Oberflächen aus Sicht des Endanwenders: Welche Bedürfnisse richtet der Endanwender an EPP-Oberflächen? Und was bedeutet das für die Hersteller? - Diesen und ähnlichen Fragen stellte sich Peter Kapischke in seinem Referat und im anschließenden Expertengespräch, bevor er die Workshopteilnehmer zum Abschluss durch die Betriebsräume von Jacob-Formschaumtechnik führte. Dabei erlebten die Besucher authentische Einblicke in die Prozesswege und Arbeitsweisen des mittelfränkischen EPP-Spezialisten.

Lauter Ideen im Gepäck
Rege fachliche Diskussionen, Anregungen zu Perspektivenwechseln und das Finden neuer Innovationsmöglichkeiten - mit Ideen und Potenzialen im Gepäck machten sich die Workshopteilnehmer auf die Heimreise. Für die fachliche Information, den anregenden Austausch und vor allem für das Ausweiten individueller Kontaktnetze innerhalb der Branche haben die Expertenworkshops des EPP-Forums das Potenzial, weiter an Bedeutung zu gewinnen - darauf sind wir zu Recht auch ein bisschen Stolz. Und das nächste Wiedersehen ist geplant: Wir treffen uns auf der Innomateria 2013, die am 14. und 15. Mai in Köln stattfindet!