80 | Experteninterview: Christian Mühlbauer

Christian Mühlbauer von der BASF ist neues Vorstandsmitglied im EPP-Forum! Er löst damit Tim Albert ab, dem wir für sein großartiges Engagement danken. Ab sofort unterstützt Mühlbauer unser Team rund um Andrea Ruch-Erdle, Dipl.-Ing. Walter Kurtz sowie Dipl.-Ing. Christian Traßl mit seinen Erfahrungen aus langjähriger Arbeit mit EPP. Was ihm dabei besonders wichtig ist, wie er die Rolle unseres Forums einschätzt und was wir von EPP noch in Zukunft erwarten dürfen, das erklärt der Produktmanager für Neopolen im Interview.

Herr Mühlbauer, herzlichen Glückwunsch zur Wahl in den Vorstand des EPP-Forums. Was hat Sie daran gereizt, sich als Kandidat aufstellen zu lassen? Was sind Ihre Ziele als neues Vorstandsmitglied?

Christian Mühlbauer: Vielen Dank. Ich freue mich, das EPP-Forum und den Vorstand zukünftig unterstützen zu dürfen. Ich arbeite seit vielen Jahren mit und rund um EPP. Was liegt da näher, als mich und meine Erfahrung, zum Beispiel im Bereich Kommunikation, im EPP-Forum noch stärker einzubringen. Mich reizt die Chance, unser innovatives Material und sein Potenzial einem noch breiteren Personenkreis näher zu bringen und diesen auch zu „EPP-Fans“ zu machen.

Wie beurteilen Sie die Rolle des EPP-Forums, wenn es um die zunehmende Bekanntheit und Popularität von EPP geht?

Mühlbauer: Das EPP-Forum – als übergreifendes Netzwerk von Teilnehmern der gesamten Wertschöpfungskette – ist extrem wichtig, um EPP und seine vielen Vorteile noch bekannter zu machen. Besonders glaubwürdig ist das Forum gerade dank seiner Zusammensetzung: Vom Rohstoffhersteller über den Werkzeugbau bis zur Formteilumsetzung können wir Interessierten und Entwicklern ein breites Informations- und Know-how-Angebot bieten – ganz losgelöst von üblichen Vertriebskanälen.

Wie, denken Sie, kann sich das EPP-Forum – auch durch Ihr Engagement – in Zukunft weiterentwickeln? In welchen Bereichen – z.B. Vernetzung oder Wissenstransfer – sehen Sie noch Verbesserungspotenzial?

Mühlbauer: Ich denke, viele tolle Ideen wurden hier bereits realisiert, wie z.B. die erfolgreichen Expertenworkshops zu ganz vielfältigen Themen rund um EPP. Mit dem auf der Materialica-Messe vorgestellten Musterkoffer für Interessierte, Designer und Entwickler bauen wir das Informations-Angebot weiter aus. Auf Messen und Tagungen habe ich immer wieder selbst die Erfahrung gemacht, wie wichtig es ist, EPP „erlebbar“ zu machen. Quasi „EPP zum Anfassen“ – diese Angebote gilt es weiter auszubauen um das Forum und damit unseren Werkstoff noch stärker in den Fokus von Designern, Entwicklern und nicht zuletzt natürlich Einkäufern zu bekommen.

Bei BASF sind Sie verantwortlich für das Produktmanagement von Neopolen, dem EPP der BASF. Was fasziniert Sie persönlich an diesem Material?

Mühlbauer: Kurz gesagt: die Wandlungsfähigkeit! Eben noch besprechen Sie mit Kollegen einen sicherheits-relevanten Bumper, wie er in vielen Automobilen eingesetzt wird und im nächsten Telefonat geht es um bunte Spielzeug-Flieger. Diese Variabilität fand ich von Anfang an spannend und begeistert mich bis heute.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft! Nennen Sie uns Ihre Prognose: Wie wird sich die Rolle und Bedeutung von EPP als vielseitiger und innovativer Werkstoff in Zukunft entwickeln?

Mühlbauer: Die Entwicklung von EPP ist noch lange nicht am Ende und die Potenziale noch lange nicht ausgeschöpft. Ich bin überzeugt, dass sich – neben den klassischen und sich stetig weiter entwickelnden Projekten im Automobilsektor – EPP auch in weiteren Anwendungsbereichen dauerhaft etablieren wird. Denn Leichtbau, Energieeffizienz oder weitgehende Designfreiheit sind in vielen Branchen bereits heute ein Thema und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Und auch Designer erkennen mehr und mehr das Potenzial hinter unseren Schaumstoff-Perlen. Zusätzlich werden Materialverbindungen mit EPP immer gefragter. Ich bin mir sicher: Es bleibt spannend!