92 | Innovationspreis „Neue Materialien 2016“ für Arbeit über flammgeschütztes EPP vergeben

Die Fördervereinigung der Neue Materialien Bayreuth GmbH zeichnete die Masterarbeit von Christin Pawelski aus.

Dr. Steven Schmidt, Abteilungsleiter F+E Werkstoffvorentwicklung bei der REHAU AG + Co, übergab zusammen mit Klaus Krauß, dem Geschäftsführer der Fördervereinigung, den Pokal und das Preisgeld in Höhe von 500 Euro an die Preisträgerin.

Innovatives Verfahren zum Flammenschutz von EPP entwickelt

Frau Pawelski trug mit ihrer Masterarbeit maßgeblich zur Entwicklung eines innovativen Verfahrens zum Flammschutz von EPP-Schaumstoffen bei. Das Ausgangsmaterial des Partikelschaums, die sogenannten Perlen, wird dabei mit einer Beschichtung überzogen, die Flammschutzadditive enthält. Somit wird das Material schwerer entflammbar. Die Herausforderung besteht darin, trotz Beschichtung die Verschweißbarkeit der Perlen zu gewährleisten. Der neue Ansatz bietet zukünftig die Möglichkeit, kommerziell verfügbare Schaumperlen individuell beim Verarbeiter mit Flammschutzmittel auszustatten. Damit wird ein wirtschaftlicher Zugang zu flammgeschütztem EPP auch für Kleinserien und Nischenanwendungen ermöglicht.

Alle eingereichten Arbeiten wiesen „ein hohes wissenschaftliches und methodisches Niveau“ auf, so Robert Hofmann (Geschäftsführer Robert Hofmann GmbH, Lichtenfels). Die Arbeit von Frau Pawelski stäche vor allem durch ihren ganzheitlichen Ansatz der Untersuchung heraus. „Dadurch ist es gelungen, nicht nur die Flammschutzeigenschaft erfolgreich zu entwickeln, sondern darüber hinaus auch die Verarbeitbarkeit des Materials in den etablierten Prozessen der Kunststoffindustrie zu gewährleisten“, erklärte Professor Dr. Volker Altstädt, Geschäftsführer der Neue Materialien Bayreuth GmbH.

Mitglieder des EPP-Forums am Ball

Die Arbeiten an diesem Verfahren werden aktuell in einem vom Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) geförderten Vorhaben weitergeführt. Neben der Neue Materialien Bayreuth GmbH sind an dieser Entwicklung auch die EPP-Forumsmitglieder Teubert Maschinenbau GmbH und Wörthwein EPP technologies beteiligt.